Sie befinden sich in diesem Bereich der Seite:

Startseite - 1. Wegweiser zur Kindertagespflege - 1.6 Ziele der Politik - 1.6.1 Die Politik des Bundes

1.6.1 Die Politik des Bundes

Der quantitative und qualitative Ausbau der Kinderbetreuung ist eine der wichtigsten Zielsetzungen der Bundesregierung.

Im März 2018 besuchten in Deutschland fast 790.000 Kinder unter drei Jahren eine Kindertageseinrichtung oder eine Kindertagespflegestelle. Die Betreuungsquote in dieser Altersstufe betrug 33,6 %.1

Um dem steigenden Bedarf an Betreuungsplätzen Rechnung zu tragen, investiert der Bund mit dem vierten Investitionsprogramm „Kinderbetreuungsfinanzierung“ zusätzlich in den Ausbau von bis zu 100.000 Betreuungsplätzen für Kinder bis zum Schuleintritt. Dafür stellt der Bund den Ländern und Kommunen von 2017 bis 2020 insgesamt 1,126 Milliarden Euro zur Verfügung.2

Zum 1. Januar 2019 ist zudem das Gesetz zur Weiterentwicklung der Qualität und zur Teilhabe in der Kindertagesbetreuung – das sog. „Gute-KiTa-Gesetz“ – in Kraft getreten. Mit dem Gesetz soll die Qualität in der Kindertagesbetreuung weiter verbessert und Familien zusätzlich bei den Gebühren entlastet werden. Dafür investiert der Bund in den kommenden Jahren 5,5 Milliarden Euro. Das Besondere: Jedes Land kann aus der Vielfalt von Qualitätsmaßnahmen bzw. zehn Handlungsfeldern die für sich geeigneten auswählen und erhält dafür finanzielle Unterstützung vom Bund. Dabei können die Länder auch gezielt mit Maßnahmen zur Stärkung und Förderung der Kindertagespflege unterstützt werden. Das Handlungsfeld 8 „Starke Kindertagespflege“ des Gute-KiTa-Gesetzes zielt bspw. auf eine professionelle Qualifizierung und bessere Arbeitsbedingungen für Tagesmütter und Tagesväter.

Die Bedeutung der Kindertagespflege wird darüber hinaus vom Bund durch verschiedene Bundesprogramme unterstrichen, die das Ziel haben, die Kindertagespflege weiter zu stärken:

  • Mit dem Bundesprogramm „ProKindertagespflege: Wo Bildung für die Kleinsten beginnt“, wird neben den Arbeitsbedingungen auch die Qualifizierung der Kindertagespflegepersonen verbessert und gute Zusammenarbeit in der Kindertagespflege gefördert.
  • Das Bundesprogramm „KitaPlus“ hilft Eltern durch die Schaffung von flexiblen und bedarfsgerechten Betreuungszeiten in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege dabei, Familie und Beruf noch besser zu vereinbaren bzw. den Wiedereinstieg in eine Erwerbsarbeit zu ermöglichen. Gleichzeitig geht es darum, Kindern die besten Entwicklungsmöglichkeiten und gute Startbedingungen zu bieten.

Nähere Informationen zum Gute-KiTa-Gesetz und den Bundesprogrammen finden Sie unter http://www.fruehe-chancen.de.

 

1Statistisches Bundesamt: Statistiken der Kinder- und Jugendhilfe. Kinder und tätige Personen in Tageseinrichtungen und Kindertagespflege 2018 (Stichtag: 1. März).
2Gesetz zum weiteren qualitativen und quantitativen Ausbau der Kindertagesbetreuung unter https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/service/gesetze/gesetz-zum-weiteren-qualitativen-und-quantitativen-ausbau-der-kindertagesbetreuung/118680.