6.2.1.3.1 Abhängige Beschäftigung / Angestelltenverhältnis

Eine angestellte Kinderfrau oder ein/e Tagesmutter/-vater kann im Rahmen eines Minijobs (bis 450 Euro monatlicher Verdienst) oder sozialversicherungspflichtig beschäftigt sein. Der Verdienst richtet sich nach Arbeitszeit und Stundenentgelt. Bei einem Minijob fallen auf Seiten der Beschäftigten keine Abgaben an. Das bedeutet: Es werden keine Ansprüche auf eine eigenständige Absicherung in der gesetzlichen
Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung erworben. Die Ansprüche in der Rentenversicherung sind sehr gering. Bei sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung beteiligt sich der Arbeitgeber an den Beiträgen zur Kranken- und Pflege-, Arbeitslosen- und Rentenversicherung. Unabhängig von Arbeitszeit und Monatsverdienst besteht bei abhängiger Beschäftigung und Minijobs ein Anspruch auf Entgeltfortzahlung bei Urlaub, im Krankheitsfall und an gesetzlichen Feiertagen.

Ist eine Kindertagespflegeperson als Angestellte tätig und ist die Betreuung im Rahmen der öffentlichen Jugendhilfe finanziert, können die hälftigen Sozialversicherungsbeiträge per Abtretungserklärung an den Anstellungsträger (z.B. Eltern eines Tagespflegekindes) ausgezahlt werden, die diese dann entsprechend an den Sozialversicherungsträger abführen.

Im Rahmen des Aktionsprogramms Kindertagespflege des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend besteht noch bis Ende 2014 die Möglichkeit für öffentliche und freie Träger wie auch für Unternehmen und Personengesellschaften als Anstellungsträger Lohnkostenzuschüsse zu beantragen. Nähere Informationen sind auf der Internetseite der ESF-Regiestelle und im Förderleitfaden (.pdf, 485 KB, nicht barrierefrei) zu finden.