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6.1.3.1 Aufbau eines Angebots- und Nachfragesystems im Jugendamt

Eltern wenden sich bei Kinderbetreuungsproblemen nicht regelmäßig an das Jugendamt. Deshalb kommt den Jobcentern, in denen die Kommune gemäß SGB II als Akteur eingebunden ist und die eng mit den kommunalen Einrichtungen kooperieren, eine erhebliche Bedeutung zu. Sie könnten die bei den Beratungsgesprächen festgestellten Kinderbetreuungsbedarfe auf "kurzem Dienstweg" an die Jugendämter weiterleiten. Die Träger der Grundsicherungsleistungen haben darüber hinaus den Auftrag, bei der Vergabe von Kinderbetreuungsplätzen die Interessen von erwerbsfähigen Hilfebedürftigen geltend zu machen (§ 10 I Nr. 3 SGB II). Wenn Jobcenter und Arbeitsagenturen ihre Informationen über den Bedarf an Kinderbetreuung regelmäßig weiterleiten, unterstützen sie den Aufbau eines differenzierten Angebots-Nachfrage-Systems in der Kommune.

Die örtlichen Träger der Jugendhilfe gem. § 24a SGB VIII sind verpflichtet, bis zur Schaffung eines bedarfsgerechten Förderangebotes gem. § 24 SGB VIII jährlich den aktuellen Bedarf zu ermitteln. Deshalb haben sie ein Interesse daran, auch die aus der Arbeitsverwaltung gemeldeten Daten systematisch zu erfassen


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