6.1.1.1.4 Vorbehalte von Eltern

Gegen flexible Kinderbetreuungsangebote, ob es sich um Kindertagespflege oder kombinierte Kinderbetreuungslösungen handelt, äußern Eltern immer wieder ähnliche Vorbehalte: Sie

  • seien zu teuer,
  • schaden dem Kind,
  • seien nicht verlässlich genug und darum organisatorisch kaum zu bewältigen.

Dagegen lässt sich in einem Beratungsgespräch einwenden:

  1. Die Kosten der Kindertagespflege können bei Erwerbstätigkeit oder Aus- und Weiterbildung der Eltern/Sorgeberechtigten von der Kommune - in Anlehnung an die Finanzierung der Betreuung in Kindertageseinrichtungen - zumindest teilweise übernommen werden, je nach Einkommenssituation der Familien (Kapitel 1.4 Finanzierung der Kindertagespflege).
  2. Erfahrungen zeigen, dass mehr Flexibilität bei den Kinderbetreuungszeiten nicht zu Lasten der pädagogischen Qualität gehen muss und diese Betreuungsangebote darum von den Familien nicht nur akzeptiert, sondern als Unterstützung bewertet werden.
  3. Um die Verlässlichkeit zu erhöhen, hat die Kommune Vertretungslösungen vorzuhalten. Zusätzlicher organisatorischer Aufwand (zum Beispiel das Bringen und Abholen) kann eventuell auch von den Tagesmüttern oder -vätern übernommen werden.