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4.2.3.4 Vereinbarungen mit freien Trägern

Grundsätzlich zu unterscheiden ist

  • zwischen Leistungen nach § 23 und
  • der Erlaubniserteilung nach § 43

Leistungen nach § 23: Während die Geldleistung (Pflegegeld) unter den Voraussetzungen des § 24 immer vom Jugendamt gewährt und erbracht wird, können Dienstleistungen im Bereich der Kindertagespflege (z.B. Fachberatung, Vermittlung, Qualifizierung) auch von freien Trägern der Jugendhilfe erbracht werden. Die Gesamtverantwortung bleibt in jedem Fall beim öffentlichen Träger der Jugendhilfe (§79 SGB VIII).

Die Erlaubnis zur Kindertagespflege nach § 43 kann ausschließlich der öffentliche Träger erteilen bzw. versagen oder zurücknehmen. Besitzt eine Person eine Erlaubnis, so können ihr auch durch den freien Träger Kinder vermittelt werden.

In einer Vereinbarung zwischen dem öffentlichen Träger der Jugendhilfe und dem freien Träger der Jugendhilfe werden im Wesentlichen die vom freien Träger zu erbringenden Leistungen beschrieben sowie eine Übereinkunft über Kosten- und Finanzierungsmodalitäten erzielt. Nach §74 SGB VIII soll das Jugendamt die entsprechenden Aktivitäten der freien Träger ideell und finanziell unterstützen.


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