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4.2.3.1 Jugendhilfeplanung

Die Planungsverantwortung für Angebote der Kinder- und Jugendhilfe, also auch für Kinderbetreuung in Tagespflege, liegt nach § 80 SGB VIII bei den Trägern der öffentlichen Jugendhilfe, auf der örtlichen Ebene bei den Kreisen und kreisfreien Städten. Ziel der Planung ist eine Angebotsstruktur, die den Eltern ermöglicht, zwischen verschiedenen Alternativen zu wählen.

Jugendhilfeplanung beinhaltet u.a.

  • eine Bestandsaufnahme der Kinderbetreuungsangebote,
  • die Ermittlung der Bedarfe der Familien,
  • Leitlinien für die qualitative Ausgestaltung (zum Beispiel der Qualifizierungs-, Vermittlungs- und Beratungsangebote, Anreizsysteme für Tagespflegepersonen) und
  • die laufende Geldleistungs-/Gebührenordnung

Bei der Jugendhilfeplanung ist die Übergangsregelung § 24a SGB VIII zu beachten. Kommunen, die am 1. Januar 2005 nicht das erforderliche Angebot an Kinderbetreuungsangeboten gewährleisten konnten, unterliegen einer jährlichen Berichtspflicht über den jeweils erreichten Ausbaustand der Kinderbetreuungsangebote für Kinder unter 3 und im schulpflichtigen Alter.

Die neu eingeführte Erlaubnis zur Kindertagespflege (§ 43 SGB VIII) verbessert die Planbarkeit des Tagespflegeangebots, da dem Jugendamt nun alle Tagespflegepersonen über das Erlaubnisverfahren bekannt sind.

Weiterführende Literatur:

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend / FamilienForschung Baden-Württemberg: Monitor Familienforschung, Ausgabe Nr. 12: Gutscheine: Gezielte Förderung für Familien, Januar 2008


Anlagen