Bremerhaven (Bremen)

Name/Bezeichnung des Modells

Helene-Kaisen-Haus

Träger/Kooperationspartner

Magistrat der Stadt Bremerhaven/Arbeitsagentur

Kurzbeschreibung / Besonderheit und Beispielhaftigkeit des Modells

In Bremerhaven ist in den letzten Jahren ist eine Menge in Sachen Kindertagespflege entwickelt worden, allerdings gibt es noch viele Baustellen. Wir wissen um die Probleme in der Kindertagespflege und sind daran interessiert, diese zu lösen. Zum einem will Bremerhaven potenziellen Kindertagespflegepersonen einen Anreiz bieten, sich für diese Tätigkeit zu entscheiden (unter anderem die hälftige Erstattung der Sozialversicherungen, eine Weiterzahlung der Sachkostenpauschale in Krankheit- und Urlaubzeiten sowie die Unterstützung bei der Entwicklung einer berufsständigen Organisation.
Des Weiteren soll Kindertagespflege als ein attraktives Angebot neben den institutionellen Betreuungsformen für Kinder ausgebaut werden. Die Kindertagespflege spielt in der familiären Umgebung vor allem beim Ausbau der Betreuung für die Kleinsten von 0-3 Jahren eine wichtige Rolle. Zurzeit werden ca. dreißig Kinder unter drei Jahren betreut, insgesamt sind 32 Kindertagespflegepersonen in Bremerhaven tätig und bieten insgesamt ca. hundert Betreuungsplätze für Kinder von 0-14 Jahren an. Die Stadt hat daher einen großen Nachholbedarf und benötigt bis zum Jahr 2013 194 weitere Plätze in der Kindertagespflege für Kinder unter drei Jahren.
Es wird eine Aufgabe sein, neue geeignete Kindertagespflegepersonen zu gewinnen, zu qualifizieren und somit die Kindertagespflege quantitativ wie qualitativ auszubauen.
Das Helene-Kaisen-Haus bietet hier eine Qualifizierung mit 160 Unterrichtsstunden nach dem DJI Curriculum mit dem Abschluss des bundesweit gültigen Zertifikats des Bundesverbandes für Kindertagespflege e.V. an. Aber auch während der Betreuungssituationen und um die weitere Qualität in der Kindertagespflege zu gewährleisten werden Fortbildungsangebote, wie Regionalberatungsgruppen und Beratung in allen Fragen der Kindertagespflege sichergestellt.
Bremerhaven stellt sich der Aufgabe, Familien den Einstieg in das Berufsleben zu erleichtern und damit die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu vereinfachen. Mit der Förderung des Aktionsprogramms kann in Bremerhaven allerhand an den Start gebracht werden.

Förderliche und hinderliche Faktoren

Qualifizierung

Bund, Länder und die Bundesagentur für Arbeit haben sich auf ein gemeinsames Gütesiegel für Bildungsträger verständigt, die Tagesmütter nach diesen fachlich anerkannten Mindeststandards unterrichten. Wenn die Voraussetzung für eine Förderung durch die Bundesagentur für Arbeit vorliegen (§ 46 SGB III) und der örtliche Träger der öffentlichen Jugendhilfe die qualitativen Bedingungen des Gütesiegels akzeptiert, können die Bundesagentur für Arbeit und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend die Qualifizierung vollständig fördern. In Bremerhaven ist dieser Qualifizierungsumfang schon Standard und es ist daher durch eine Kooperationsvereinbarung mit der Arbeitsagentur über die Vergabe von Bildungsgutscheinen geregelt. Grenzen erfährt dieses durch die unterschiedlichen Handlungs- und Geschäftsanweisungen von Arbeitsagentur und Arge betreffend der rechtlichen Voraussetzungen für die Vergabe von Bildungsgutscheinen in den unterschiedlichen betreuten Personenkreisen. Etliche Vorteile haben sich aus der stärkeren Vernetzung aller Beteiligten ergeben. So ist, z.B. der genaue Ablauf und die Zuständigkeiten der Eignungsfeststellung für alle Interessierten gemeinsam festgelegt worden, um möglichst schnell Entscheidungen herbei führen zu können.

Auf- bzw. Ausbau von Strukturen:

Es gibt in Bremerhaven viele Kooperationen mit versch. Bildungsträgern zur Gewinnung, Qualifizierung und Vermittlung von Tagespflegepersonen sowie auch für Maßnahmen der Entwicklung einer lokalen Infrastruktur zur fachlichen Begleitung und Vernetzung.
Es finden vierteljährlich Netzwerktreffen aller Kindertagespflegepersonen, sowie auch monatliche Regionalgruppen statt. Die Referententätigkeit innerhalb der Qualifizierung wird durch die Aufstockung der Vorbereitungszeit attraktiver.

Kontaktadressen (Ansprechpartner, Telefon, Mail, Website)

Magistrat der Stadt Bremerhaven,
vertreten durch den Oberbürgermeister Jörg Schulz
Postfach 21 03 60
27524 Bremerhaven

Beratung:
Edith Gronemeyer
Tel.: 0471-95 88 98 10
E-Mail: Edith.Gronemeyer@magistrat.bremerhaven.de

Qualifizierung:
Susanne Hoffmann
Tel.: 0471- 95 88 98 10
E-Mail: Susanne.Hoffmann@magistrat.bremerhaven.de

Vermittlung:
Iris Stephan
Tel.: 0471- 95 88 98 11
E-Mail: Iris.Stephan@magistrat.bremerhaven.de

Webseite: http://www.bremerhaven.de/stadt-und-politik/politik/magistrat/